8. Juni 2026
Eine Möglichkeit, systemische Herausforderungen eines Todesfalls aufzudecken und zu lösen
Nach dem Tod meines Schwiegervaters im vergangenen Frühling war ich nicht sonderlich betroffen, weil wir keine innige Bindung zueinander hatten. Auch die relativ kurze Zeit, die wir uns kannten, und die örtliche Entfernung spielten hier eine Rolle. Es war schwierig für mich, um ihn zu trauern.
Mein zu dieser Zeit 10-jähriger Sohn schien auch nicht sonderlich darunter zu leiden. In unserem Wohnbereich haben wir ein Foto aufgestellt mit Blumen sowie einer Kerze davor und mein Sohn hatte für ihn einen Papierflieger gebastelt, mit dem sein Opa in den Himmel fliegen kann.
Ich mied diesen Bereich vorerst.
Ein paar Wochen später waren mein Sohn und ich in eine sehr emotionale Auseinandersetzung verwickelt, den Grund weiß ich schon gar nicht mehr. Bisher war ich meistens in der Lage gewesen, mein Kind zu beruhigen oder er beruhigte sich nach einiger Zeit von allein. Diesmal war es anders:
Nachdem ich schon fast aufgegeben hatte, fiel mir ein, unsere Ahnen, in diesem Fall den zuvor verstorbenen Großvater, im Gebet um Hilfe zu bitten. Das, zusammen mit der Androhung an meinen Sohn, gleich den Notarzt anzurufen, wenn er jetzt nicht aufhöre zu wüten, führte meines Erachtens zu einer Beruhigung und Entschärfung der Situation.
Danach begann ich intuitiv, in unserem Garten einen Platz zu suchen, an dem ich unsere Ahnen – die verstorbenen Verwandten – ehren kann.
Seitdem zünde ich fast jeden Morgen ein Räucherstäbchen an und wende mich in einem Gefühl von Dankbarkeit und Demut an unsere Ahnen:
- Dankbarkeit für ihr Sein
- Die Bitte um Schutz für uns auf der Erde.
Es ist ein Ritual, das mir Halt und Kraft gibt. Dies wirkt sich auf unser Familiensystem aus.
Es ist mir möglich geworden, dem Großvater zu gedenken und mein Gefühl der Ablehnung ist einem positiven wohlwollenden Gefühl gewichen. Er ist der Ältere, den wir um Schutz und um Hilfe bitten. Eine Integration in unser kleines Familiensystem ist aus meiner Sicht erfolgt. Dies führt zu Entspannung und Ruhe.
Die systemische Beratung wendet sich den sozialen Systemen zu, denen wir angehören. Wir gehören alle im Alltag den verschiedensten Systemen an: In der Familie oder z. B. in der Schule, im Beruf, beim Einkaufen, im Kino, bei einer Sportgruppe, in einer Selbsthilfegruppe oder im Coaching. Wir arbeiten bei der systemischen Beratung mit der Situation im Hier und Jetzt. Das betroffene Individuum wird als Symptomträger eines dysfunktionalen Systems betrachtet. Es geht darum, Verhaltensweisen aufzudecken, die der Lösung des derzeitigen Problems entgegenstehen.
Nach dem systemischen Ansatz kann ich als Coach gemeinsam mit Ihnen und der für Sie passenden Aufstellungstechnik bestimmte Herausforderungen im System lösen. Wir selbst können, ohne die Sicht eines Dritten, die Phänomene in unserem betroffenen System nicht objektiv sehen.
Möchten Sie mehr darüber erfahren? Dann vereinbaren Sie gern einen ersten Kennenlerntermin mit mir.
(Meine Artikel schreibe ich selbst - ohne den Einsatz von KI.)
